Inside NMS: Erfahrungen und Einsichten

Denken und Haltung

Bernhard Frischmann: Die Neue Mittelschule ist mehr als ein Programm, sie ist in erster Linie eine Haltung aus dem Urgrund heraus, dass Kinder und Jugendliche Menschen sind, und nicht erst zu Menschen erzogen oder belehrt werden müssen. Jeder Mensch ist in seiner Einzigartigkeit ein Geheimnis.Sylvia Haaland: Abgesehen vom Lernzuwachs durch das der NMS zugrundeliegende Konzept habe ich einen persönlichen Entwicklungsschritt/persönliche Entwicklungsschritte vollzogen. Ich bin überzeugt davon, dass es in der NMS verstärkt um den Menschen gehen muss.Christian Leitner: Wenn’s die NMS nicht gäbe, müsste man sie schnell erfinden!Alles beginnt und endet mit der eigenen Haltung. NMS nimmt ihren Ausgang "im Kopf" und "im Herzen" aller Beteiligten.

Lesen Sie, was Lehrerinnen und Lehrer an NMS darüber denken.

Chancengerechtigeit

Susanne Egger: NMS bedeutet für mich Kinder nicht „einzuteilen“, sondern zusammenzuführen/Bildung als etwas Ganzheitliches statt Trennendes zu sehen. Je mehr ich daran arbeite, umso deutlicher wird meine Forderung: Bildung darf nicht politisch instrumentalisiert werden-dadurch nehmen wir nicht nur Kindern Chancen und Möglichkeiten, wir schwächen unsere Gesellschaft insgesamt!Christian Grubmayr: NMS bedeutet für mich einen großen Schritt in Richtung der Gemeinsamen Schule der 10-14jährigen zu machen/sich auf das Lernen als Ganzes zu fokussieren/ein größeres Maß an Chancengleichheit und daher mehr Gerechtigkeit zu erreichen.Ilse Weindl: NMS bedeutet für mich: Kompetenzen werden erworben, die im Leben gebraucht werden/Wegbereitung zu einem anderen Verständnis von Bildung und Leistung in unserer Gesellschaft/ Heterogenität und Inklusion statt Selektion und Ausgrenzung bereichern.NMS-Arbeit bedeutet die große Chance, ein grundlegendes Umdenken im Bereich Bildung zu ermöglichen: Kinder mit ihren Stärken und „Schwächen“ bestmöglich zu fördern und zu fordern; ein gesellschaftliches Miteinander mit allen Chancen und Herausforderungen zu leben; Kinder nicht „einzuteilen“, sondern zusammenzuführen.

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Zielorientierung

Alois Egger: Die NMS gibt mir als Schulleiter die Möglichkeit, mit Hilfe der LehrerInnen neue pädagogische Wege zu gehen. Es soll ermöglicht werden, Kinder ohne Schubladisierung zu unterrichten. Es bringt große Freude, Kinder zu erleben, die gerne die Schule besuchen und trotzdem viel lernen.Sonja Schrittwieser: Es ist ein Umdenken und Zulassen von Möglichkeiten gefordert, damit sich der Lernende dann mit einem Thema beschäftigen kann, wenn es Thema ist. Ich berücksichtige den ganzen Menschen, versuche in meinem Handeln prokativ tätig zu sein und sehe den Freiraum, schulische Prozesse zu gestalten, als Positivum der NMS.Johann Walder: Der Weg der NMS ist der Weg zum Kind. Die überaus positive Arbeit, die in meiner Schule und in vielen anderen Schulen von motivierten und engagierten LehrerInnen geleistet wurde und wird, ist das Fundament unserer Schulen! Auf diesem Fundament stehen die uns anvertrauten Kinder – und sie stehen sicher!Lernseitige Orientierung, Umgang mit Differenz und Diversität, Kompetenzlernen, Rückwärtiges Lerndesign, Flexible Differenzierung, Leistungsbeurteilung, Teamteaching: Die NMS ist eine zielorientierte Leistungsschule auf der Höhe der pädagogischen Entwicklung.

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Verantwortung

Bianca Müller: Die NMS ist für mich in erster Linie eine Herausforderung, eine persönliche Herausforderung. Durch die NMS, durch die Lernateliers, habe ich einen neuen Blick, ein neues Verständnis für Unterricht bekommen. Ich wurde durch mein Einlassen auf dieses neue Verständnis wieder in die Rolle einer Anfängerin zurückkatapultiert- was mich persönlich extrem herausfordert, aber gleichzeitig auch motiviert.Herbert Aitner: Mit Freude und Stolz kann ich nun unser LehrerInnenkollegium als ein Team präsentieren.Doris Kesselbacher: NMS ist für mich sehr wichtig, da ich dadurch mich im Team entwickeln und aussprechen kann, mich mit den Schülern in Projekte vertiefen kann, immer wieder neue Prozesse und Entwicklung eröffnen kann, Entwicklungen und Neuorientierungen mitgestalten kann.In Anlehnung an Viktor Frankl könnte man die NMS mit einem Orchester vergleichen. Alle Lehrpersonen sind eigenverantwortliche Profis an und mit ihrem Instrument, die sich entschieden haben, gemeinsam ein Stück mit einem Dirigenten zu spielen. In gemeinsamer Verantwortung für das Ergebnis.

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Sternstunden

Schulleiter/innen und Lerndesigner/innen der Generationen 1 und 2 der Neuen Mittelschule haben sich im Jänner 2012 in St. Pölten (Region Ost) und St. Johann (Region West) zu zweitägigen Symposien getroffen. Leiter/innen und Lerndesigner/innen waren im Sinn von Shared Leadership gemeinsam zu Impulsvorträgen und Workshops eingeladen (siehe Dokumentation). Ein Workshop bot die Möglichkeit, einer Sternstunde der persönlichen NMS-Erfahrungen nachzuspüren, diese schriftlich festzuhalten und anderen in der NMS-Landschaft zugänglich zu machen.

Es wurde den Teilnehmer/innen freigestellt, ihren Text signiert und mit Foto versehen, nur signiert oder „einfach so“ zur Verfügung zu stellen.

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Interviews

Schulleiter/innen, Lerndesigner/innen und Vertreter/innen der Schulaufsicht und der Regionalen Kompetenzteams berichten über ihre Erfahrungen und Einsichten

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Schülerinnen und Schüler erzählen

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Lerndesigner/innen erzählen

Lerndesigner/innen erzählen

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NMS Einsichten 1 & 2

NMS-Einsichten Teil 1NMS-Einsichten Teil 2Kolleg/innen an NMS reflektieren über ihr pädagogisches Handeln und lassen sich bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Die NMS-Einsichten sind partizipative Online-Interviews, die in einem Moodle-Forum durchgeführt wurden und als PDF-Downloads publiziert sind.

NMS Einsichten Teil 1 (April - Oktober 2010)

NMS Einsichten Teil 2 (Nov 2010 - Mai 2011)

NMS Einsichten Teil 3 (Sept. 2012 - Jan. 2013)

NMS Schulporträts

NMS SchulporträtEin Schulporträt ist die Darstellung einer Schule in Wort, Ton und Bild. Der methodische Zugang „Schulporträt" verbindet die drei Elemente Dokumentation, Reflexion und Evaluation miteinander.

Bei bewusster und deutlicher Stärkenorientierung steht das Schulporträt im klaren Fokus von Entwicklung. Standort-, Netzwerk- und Systementwicklung sollen dabei gleichermaßen in den Blick kommen

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Zuletzt geändert: Mittwoch, 13. November 2013, 10:34