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Willkommen in der NMS-Bibliothek

Liebe Besucherin, lieber Besucher!

Die Neue Mittelschule ist nach einer mehrjährigen Projektphase auf dem Weg zur flächendeckenden Einführung an sämtlichen Hauptschulstandorten und an den Standorten jener allgemeinbildenden höheren Schulen, die sich dieser bundesweiten Schulentwicklung anschließen möchten. Damit wird das ganze Schulwesen im wahrsten Sinne des Wortes zur lernenden Organisation.

Zehntausende Lehrerinnen und Lehrer in ganz Österreich in mehr als tausend Schulen werden sich mit einer neuen Kultur des Lernens und Lehrens auseinandersetzen, die in vielen Bereichen ein kritisches Überdenken und Hinterfragen der langjährig gelebten Praxis erfordert.

Die NMS‐Bibliothek sieht sich im Sinne von „So. Oder besser!" als Unterstützung der „lernenden Organisation Neue Mittelschule“ und bietet Zugang zu authentischen Informationen über die Pädagogik und Unterrichtsentwicklung dieser neuen Schulform.
Das umfassende Angebot an zentralen Ressourcen und Vertiefungsmöglichkeiten und die direkte Kontaktmöglichkeit mit Menschen, die bereits konkrete NMS-Erfahrungen gesammelt haben, bieten die Chance, sich selbstbestimmt mit den Entwicklungen im Bereich der Neuen Mittelschule auseinanderzusetzen – vom ersten Hinschauen, Hinhören und Einlesen bis hin zum fachlichen Diskurs mit KollegInnen, SystemvertreterInnen und dem Bundeszentrum für lernende Schulen - Entwicklungsbegleitung der Neuen Mittelschulen.

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Denken und Haltung

Bernhard Frischmann: Die Neue Mittelschule ist mehr als ein Programm, sie ist in erster Linie eine Haltung aus dem Urgrund heraus, dass Kinder und Jugendliche Menschen sind, und nicht erst zu Menschen erzogen oder belehrt werden müssen. Sylvia Haaland: Abgesehen vom Lernzuwachs durch das der NMS zugrundeliegende Konzept habe ich persönliche Entwicklungsschritte vollzogen. Ich bin überzeugt davon, dass es in der NMS verstärkt um den Menschen gehen muss. Persönlichkeitsentwicklung der SchülerInnen bekommt einen besonderen Stellenwert. Christian Leitner: NMS bedeutet für mich eine Anstrengung, die sich lohnt, weil sie von Schüler/innen, Eltern und den meisten Lehrer/innen geschätzt wird/die Aufwertung der Klasse als Ort des Lernens, der Gemeinschaft und des Miteinanders/eine enorme Steigerung der Unterrichtsqualität durch Team Teaching, Rückwärtiges Lerndesign und lernseitige Orientierung. Michaela Krismer: Die NMS ist für mich Auseinandersetzung mit unserer Arbeit aus anderer Perspektive, begleitet von kompetenten Menschen, die Entwicklung und Wachstum fördern (gilt für uns und unsere SchülerInnen!)/ das Bewusstsein, an Prozessen teilzunehmen, die Fortschritt bedeuten/ Übernahme von Verantwortung für das Gelingen einer Gesellschaft. Johann Haslinger: NMS bedeutet für mich die beste Möglichkeit, die österreichische Schule zu reformieren, persönliche Begegnungen mit den uns Anvertrauten zu intensivieren, Dynamik in den Schulalltag zu bringen. Herbert Gründhammer: Die Arbeit in der NMS hat mir einen völlig neuen Blick geöffnet für die Vielfalt der Kinder und dafür, wie viele positive Kräfte diese Vielfalt mit sich bringt.

Chancengerechtigkeit

Susanne Egger: NMS bedeutet für mich Kinder nicht „einzuteilen“, sondern zusammenzuführen/Bildung als etwas Ganzheitliches statt Trennendes zu sehen. Je mehr ich daran arbeite, umso deutlicher wird meine Forderung: Bildung darf nicht politisch instrumentalisiert werden-dadurch nehmen wir nicht nur Kindern Chancen und Möglichkeiten, wir schwächen unsere Gesellschaft insgesamt! Christian Grubmayr: NMS bedeutet für mich einen großen Schritt in Richtung der Gemeinsamen Schule der 10-14jährigen zu machen/sich auf das Lernen als Ganzes zu fokussieren/ein größeres Maß an Chancengleichheit und daher mehr Gerechtigkeit zu erreichen. Ilse Weindl: NMS bedeutet für mich: Kompetenzen werden erworben, die im Leben gebraucht werden/Wegbereitung zu einem anderen Verständnis von Bildung und Leistung in unserer Gesellschaft/ Heterogenität und Inklusion statt Selektion und Ausgrenzung bereichern. Ingeborg Holleis: Die NMS ist für mich der Start in die richtige Richtung auf dem Weg zur Entwicklung einer gemeinsamen Schule der 10-14jährigen/einer Schule, die SchülerInnen ihre Begabungen entdecken lässt/ einer Schule, die durch Team Teaching mehr LehrerInnenfähigkeiten frei werden lässt. Veronika Stummvoll: NMS bedeutet für mich Chancengleichheit und wertschätzender Umgang mit allen SchülerInnen. Anna Hader: NMS bedeutet für mich Schule in Bewegung – Schritt für Schritt vorantasten/vorgelebtes Miteinander/auf das Leben vorbereiten/keine Leistungsgruppen, daher hat jedes Kind die Möglichkeit, „alles“ aufzunehmen und „überall“ Beiträge zu leisten./

Zielorientierung

Alois Egger: Die NMS gibt mir als Schulleiter die Möglichkeit, mit Hilfe der LehrerInnen neue pädagogische Wege zu gehen. Es soll ermöglicht werden, Kinder ohne Schubladisierung zu unterrichten. Es bringt große Freude, Kinder zu erleben, die gerne die Schule besuchen und trotzdem viel lernen. Sonja Schrittwieser: Es ist ein Umdenken und Zulassen von Möglichkeiten gefordert, damit sich der Lernende dann mit einem Thema beschäftigen kann, wenn es Thema ist. Ich berücksichtige den ganzen Menschen, versuche in meinem Handeln prokativ tätig zu sein und sehe den Freiraum, schulische Prozesse zu gestalten, als Positivum der NMS. Johann Walder: Der Weg der NMS ist der Weg zum Kind. Die überaus positive Arbeit, die in meiner Schule und in vielen anderen Schulen von motivierten und engagierten LehrerInnen geleistet wurde und wird, ist das Fundament unserer Schulen! Auf diesem Fundament stehen die uns anvertrauten Kinder – und sie stehen sicher! Susanne Buchmann: “Die Freude überwiegt!” … dass ich nach 32 Jahren der oft vermeintlichen „Könnerschaft” aus dem Stillstand der späten Jahre meiner Pädagogik heraus die Chance habe, noch einmal aufzubrechen zu können und über die befremdliche, aufregende und „brüchige Weite“ des neuen Lernens näher hin zum Kind und seinem Wachsen komme – und dadurch auch mein eigenes erlebe. Werner Hillbrand: NMS ist unabhängig vom Namensschild der bedeutendste Schritt österreichischer Schulentwicklung in der 2.Republik – der aktive Paradigmenwechsel von der (be)lehrenden Schule hin zum lernenden Klassenzimmer, in dem Schüler und Schülerinnen in ihrer Eigenverantwortlichkeit das Können erarbeiten, sich selbständig Wissen anzueignen. Markus Klauser: An meinem persönlichen Unterricht, der sehr projektorientiert ist, hat sich einiges verändert. So wird meine vorherige Arbeit durch die Ideen der NMS bestätigt und unterstützt. In Deutsch im Team zu unterrichten, erleichtert die Förderung des selbst-bewussten Arbeitens der SchülerInnen und man hat mehr Zeit für den Einzelnen, die Einzelne individuell auf die Bedürfnisse einzugehen.

Verantwortung

Bianca Müller: Die NMS ist für mich in erster Linie eine Herausforderung, eine persönliche Herausforderung. Durch die NMS, durch die Lernateliers, habe ich einen neuen Blick, ein neues Verständnis für Unterricht bekommen. Ich wurde durch mein Einlassen auf dieses neue Verständnis wieder in die Rolle einer Anfängerin zurückkatapultiert- was mich persönlich extrem herausfordert, aber gleichzeitig auch motiviert. Herbert Aitner: Mit Freude und Stolz kann ich nun unser LehrerInnenkollegium als ein Team präsentieren. Doris Kesselbacher: NMS ist für mich sehr wichtig, da ich dadurch mich im Team entwickeln und aussprechen kann, mich mit den Schülern in Projekte vertiefen kann, immer wieder neue Prozesse und Entwicklung eröffnen kann, Entwicklungen und Neuorientierungen mitgestalten kann. Helmut Pauli: Als Schulleiter merke ich, dass Themen wie Team Teaching, Freiarbeit, fächerübergreifendes Lernen in Lernfeldern usw. nicht mehr nur von vereinzelten Gruppen, sondern auf (schul)breiter Basis diskutiert und umgesetzt werden. Es ist sehr schön zu sehen, mit welchem Engagement sich wöchentlich Fach- bzw. Klassenteams treffen, um den gemeinsamen Unterricht vorzubereiten. Myriam Pickelmann: Die NMS bedeutet für mich Offenheit für Neues ohne Bewährtes aus den Augen zu verlieren, die genaue Betrachtung und Beobachtung der einzelnen Kinder, viele wertvolle Gespräche, gemeinsames Tragen und Ausarbeiten, gegenseitiges Stärken, Aufbauen und Motivieren und Wertschätzung von Vielseitigkeit. Brigitte Hiesmayr: NMS bedeutet für mich die ganz positive Erfahrung, im Team zu arbeiten: gegenseitige Unterstützung bei der Planung, neue Ideen zur Unterrichtsgestaltung, Vorleben von Teamarbeit im Unterricht, das die Kinder wahrnehmen können.

NMS

Zuletzt geändert: Mittwoch, 20. Februar 2013, 10:38