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Schlüsselbegriffe der NMS Unterrichtsentwicklung (Lerndesign) | Kernideen und Fragen zur Reflexion


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Rückwärtiges Lerndesign: Was ist gemeint und worum geht es?

 

"... vom Ende her"

Lerndesign ist eine Kompetenz, ein Prozess und Produkt. Zunächst steht Lerndesign für die Uraufgabe der Lehrperson, das Herzstück der Lehrfreiheit: die Übersetzung und Konkretisierung der Inhalte eines Lernthemas, die als „Reibebaum“ für Lehren und Lernen dienen. Im Rahmen des Lehrplans übersetzen und präzisieren Lehrer/innen die fachlichen Inhalte für ihre Schüler/innen und nehmen dabei ihre Verantwortung für Qualität, Aktualität und Anschlussfähigkeit wahr.

Der Prozess des Lerndesigns ist das Werkzeug dazu. Grant Wiggins und Jay McTighe entworfen einen solchen „backwards process“ unter dem Namen „Understanding by Design“, der als Ausgangspunkt für „rückwärtiges Lerndesign“ in der NMS-Entwicklungsbegleitung fungierte (vgl. Wiggins & McTighe, 2005). Im Laufe der Lerndesignarbeit wurde aus einem linearen Vorgang ein offener, dynamischer Prozess mit unterschiedlichen Einstiegsmöglichkeiten. So können Lehrer/innen von vorhandenen Ressourcen ausgehen, ob Beurteilungsaufgaben, Kriterien, Bildungsstandards, Lernzielen oder Kernideen, um das Produkt Lerndesign zu entwerfen.

Das 1-2 seitige Produkt Lerndesign besteht aus Kernideen und Kernfragen, die die Lernwege von Einzelnen begleiten und gleichzeitig den gemeinsamen Nenner der Klassengemeinschaft bilden. Lernziele konkretisieren, was die Schüler/innen wissen, verstehen und tun können sollen. Vordefinierte Aufgaben und Kriterien für die Leistungsbeurteilung, welche im Einklang mit den Lernzielen sind, runden das Lerndesign ab. Diese Abbildung vom Wesentlichen ist ein Leitfaden für den Unterricht. Es steuert was und wie beurteilt wird, wie Materialien und Lehrwerke eingesetzt werden, welches Wissen, Verstehen und Tun Können im Voraus erhoben werden, sowie methodisch-didaktische Entscheidungen über Lehr- und Lernprozesse. So werden Lehr- und Lernprozesse nach dem Prinzip „vom Ende her“ mit dem unverhandelbaren Ziel stets vor Augen möglich und Freiraum für Lehrenden und Lernenden auf dem Lernweg geschaffen.

Der Begriff „Unterrichtsplanung“ ist nicht stimmig mit der NMS-Philosophie und wird durch den Begriff „Lerndesign“ ersetzt, weil das Gestalten einer fordernden und förderlichen Lernumgebung zur Erreichung von Lernzielen, die auf das Wesentliche von Lernbereichen eines Unterrichtsfaches konzentrieren, und genaue „Planung“ im herkömmlichen, an Universitäten und Pädagogischen Hochschulen nach wie vor gelehrten Sinn, nicht kompatibel sind.

Tafelbild Lerndesignarbeit:

Kernideen zum Rückwärtigen Lerndesign:

Wir gestalten Lehr- und Lernprozesse nach dem Prinzip "vom Ende her".
Das Ziel ist das Ziel.
Viele Wege führen nach Rom, aber Rom ist die Destination!
Curriculum ist der Laufweg des Lernens.
Inhalt ist der Reibebaum des Lernens.

 

Video zum Rückwärtigen Lerndesign

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Reflexionsfragen für die eigene Praxis

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Unterlagen - Verstehen/ Tun können/ Wissen zum Rückwärtigen Lerndesign

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