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Schlüsselbegriffe der NMS Unterrichtsentwicklung (Lerndesign) | Kernideen und Fragen zur Reflexion


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Leistungsbeurteilung: Was ist damit gemeint und worum geht es?

Qualität in der Leistungsbeurteilungspraxis

Die Entwicklungsarbeit der Neuen Mittelschulen zielt auf die Sicherung einer gerechten, ehrlichen und fairen Beurteilungspraxis, die im Einklang mit der Rechtslage ist und einen positiven Beitrag zu Bildungsprozessen leistet.

Wesentliche Bereiche dieser Praxis sind:

  • klare Lernziele (Verstehen, Wissen, Tun Können), die das Zielbild, das am Ende beurteilt wird, abbilden
  • die Entwicklung von authentischen Leistungsaufgaben, die die erzielten Kompetenzen sichtbar machen
  • die Bestimmung von relevanten Kriterien, die für die Beurteilung erbrachter Leistungen als Belege für die erzielten Kompetenzen relevant und lerndienlich sind
  • die Vermittlung von aussagekräftigen, nützlichen, transparenten und nachvollziehbaren Informationen für Schüler und Schülerinnen und deren Eltern bzw. Erziehungsberechtigte
  • die Berücksichtigung von leistungs-und lernförderlichen Aspekten

Worum es geht: 3-K Orientierung

Das Ziel in der Leistungsbeurteilung ist eine Orientierung an Kompetenzen, Komplexitätsgrad und Kriterien, die sogenannte „3-K Orientierung“. Dieses Ziel ist kein NMS-Spezifikum. Die rechtliche Grundlage diesbezüglich gilt für das gesamte Schulwesen. Konturen des Problems, vor allem die Kluft zwischen Rechtslage und Praxis sowie zwischen good practice und realer Praxis, wurden durch die NMS-Entwicklungsarbeit geschärft. Für NMS-Lehrer/innen und damit für die Fort- und Ausbildung ergeben sich folgende Ansprüche für die curriculare-inhaltliche Entwicklung, Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen sowie Leistungsbeurteilung:

  • Kompetenzen und Kriterien werden im Einklang mit dem Fachlehrplan und den Bildungsstandards im Vorfeld des Unterrichts nach dem Prinzip „vom Ende her“ festgelegt.
  • Die Lernzielformulierungen stellen dar, was am Ende beurteilt wird.
  • Kriteriengestützte Beurteilung bedeutet, dass relevante Kriterien im Einklang mit den Kriterien für die Bildungsstandards festgelegt und in Qualitätsstufen in einem Beurteilungsraster konkretisiert werden.
  • Ein Spektrum vom Komplexitätsgrad entsprechend den Lernzielen der Schulstufe wird in allen Lehr- und Lernaktivitäten für alle gesichert.
  • Transparenz wird durch Verständigungsprozesse über Lernziele in Verbindung mit Kriterien und Qualitätserwartungen entsprechend der Schulstufe gesichert, damit alle Beteiligten Lern- und Lehrprozesse zielgerecht steuern können.

3korientierung

 

Das „No-Go“ Mittelwertbildung bei der Ermittlung der Note

Die größte Barriere zu einer besseren Leistungsbeurteilungspraxis ist die Tradition der Mittelwertbildung sowie die Verwendung von Punkte- bzw. Prozentsysteme. Diese verbreiteten Praxen sind „weder messtechnisch noch rechtlich gerechtfertigt “ (Neuweg 2009, S. 103). Außerdem ist zu beachten, dass Noten keine Zahlen sind, „ sondern in ihrer Abbildungsqualität eher Schätzungen der Leistung darstellen. Es ist daher – von der rechtlichen Fragwürdigkeit abgesehen – eine äußerst zweifelhafte Praxis, Notendurchschnitte auf zwei Dezimalen genau zu ermitteln und etwa die Entscheidung für eine Zeugnisnote ‚Befriedigend‘ oder ‚Genügend‘ davon abhängig zu machen, ob der Durchschnitt nun 3,42 oder 3,61 lautet.“ (Ibid., S. 104).

 

Reflexionsfragen für die eigene Praxis

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Unterlagen - Verstehen/ Tun können/ Wissen zur Leistungsbeurteilung

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