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Lernen digital. Ein Orientierungstext zu Potential und Grenzen des Computereinsatzes in Schule und Unterricht von Johanna F. Schwarz

 
Thomas Nárosy
Lernen digital. Ein Orientierungstext zu Potential und Grenzen des Computereinsatzes in Schule und Unterricht von Johanna F. Schwarz
von Thomas Narosy - Mittwoch, 19. Dezember 2012, 18:31
 

Lernen digital. Ein OrientierungstextZitat aus dem Orientierungstext: "Der Computer ist seit seiner Erfindung mehrmals als der leibhaftige Gottseibeiuns bürgerlichen Bildungsstrebens diskreditiert worden, als etwas das „dumm, dick, süchtig, einsam, gewalttätig“ (Staun 2012) macht. Zuletzt ist dies durch Manfred Spitzer, Psychiater und Hirnforscher in Selbstbeschreibung, geschehen, der in seinem aktuellen Bestseller Digitale Demenz. Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen (Droemer), vor „Verflachung, Vergesslichkeit und Vereinsamung“ (vgl. Bartens 2012) durch digitale Gadgets warnt. Dass diese „Kampfschrift“ (Bartens 2012) des „Krawallwissenschaftlers“ (Staun 2012) Spitzer ein „ärgerliches und schludriges Buch“ ist (Bartens 2012) soll hier nicht weiter ausgeführt werden. Das ist im Medienhype, das es ausgelöst hat, hinlänglich geschehen (vgl. auch Kempf 2012; Gaulhofer 2012; Staun 2012). Im Folgenden sollen vielmehr anstehende Herausforderungen im schulischen Umgang mit digitalen Medien aufgegriffen und hinsichtlich von Potenzial und Grenzen in Schule und Unterricht, gerade in der Neuen Mittelschule, diskutiert werden."

Der gesamte Text ist als Anhang zu diesem Posting verfügbar.

Nutzerbild Bernhard Jungwirth
Re: Lernen digital. Ein Orientierungstext zu Potential und Grenzen des Computereinsatzes in Schule und Unterricht von Johanna F. Schwarz
von Bernhard Jungwirth - Montag, 21. Januar 2013, 08:55
 

Ich finde den Beitrag super, gerade als Fachartikel für den Schulbereich!

Ein genereller Gedanke noch:
Es handelt sich dabei ja auch um einen "Anti-Spitzer"-Artikel bzw. um einen Artikel gegen jene Ansichten, für die Spitzer steht.

Ich denke, dass es wichtig ist, um gegen Spitzer zu argumentieren, die Themen die Spitzer anspricht Ernst zu nehmen und anzusprechen.

Ich glaube ebenso wie die Autorin, dass das zentrale Argument ist, dass es mittlerweile einfach ein Faktum geworden ist, dass digitale Medien im Alltag eine wichtige Rolle spielen (Zitat aus dem Artikel: "Die digitale Revolution findet statt, ob wir das wollen oder nicht.") und daher die Beschäftigung damit unerlässlich ist.

Ich glaube aber auch, dass die Punkte von Spitzer & Co - von der Beschleunigung über die Verlockung der Oberflächlichkeit bis hin zur exzessiven Nutzung - angesprochen und entgegnet bzw. auch als Probleme anerkannt gehören ohne in einen generellen Kulturpessimismus zu verfallen. Denn es gibt offenbar ein durchaus weit verbreitetes Unbehagen im Zusammenhang mit digitalen Medien, ansonsten ist der Erfolg von Spitzer nicht zu erklären. Und um diese Personen emotional zu erreichen - und letztlich geht es dabei sehr stark um Emotionen - ist mehr als ein "es ist einfach so -  finde dich damit ab" sehr hilfreich.

Der Artikel http://www.mediaculture-online.de/fileadmin/handouts/2012_09_12_Stellungnahme_zu_Thesen__Spitzer.pdf z.B. geht in diese Richtung. Völlig klar, dass der Artikel von Johanna Schwarz aber einen anderen Fokus hat.

Liebe Grüße,
Bernhard