Gute Schule. Neue Mittelschule: Schulporträts

NMS Eberstalzell: "Der Sonne entgegen"

NMS Eberstalzell: Der Sonne entgegen
Unter dem Titel „NMS Eberstalzell: Der Sonne entgegen“ ist das dritte Schulporträt im Auftrag der Pädagogischen Hochschule OÖ entstanden. Schwerpunktthemen der Schule, wie die intensive Auseinandersetzung mit Solartechnik oder die Gesunde Schule, erfahren im Porträt ebenso besondere Aufmerksamkeit wie das Bemühen der Schule, sich als Generation 5 im nun zweiten Schuljahr als Neue Mittelschule zu bewähren. Konkret beleuchtet werden Kernthemen der NMS wie Teamteaching, Leistungsbeurteilung, Leistungsrückmeldung durch KEL-Gespräche und EDL, rückwärtiges Lerndesign und digitale Kompetenzen. Welche Wege zum  Beruf die NMS Eberstalzell einschlägt, wird ebenso dargestellt, wie Eindrücke aus einer Einladung zum Literaturfrühstück an der Schule ein Herzstück des Schulporträts bilden. Rückmeldungen von Schülerinnen und Schülern sowie die Stimmen der Eltern runden das Porträt ab. Erstmals zum Einsatz im Zusammenhang mit dem Schulporträt-Verfahren kam der so genannte „School-Walkthrough“ als Instrument der kriteriengestützten Schulentwicklung.

Unterrichten im Team

„(…) dass wir mit dem Teamteaching eine Freude haben (…), dass uns das taugt; man befruchtet sich gegenseitig mit Ideen. Ich werde immer wieder inspiriert von jemandem anderen. Die Kooperation ist einfach befruchtend und interessant. Man arbeitet nicht mehr für sich alleine, sondern man lässt sich beraten, man diskutiert, man kriegt Ideen im Gespräch und man koordiniert einfach viel intensiver.“ (Doris Schneider) (S.28)

Lerndesign

Am Anfang, so die Lerndesignerin, sei ihre Rolle „schwierig“ gewesen, „mittlerweile geht es mir aber gut dabei.“ Nicht als Sprachrohr oder „Vertretung der Direktorin“ wahrgenommen zu werden, war ihr ein Anliegen. Nicht missionarisch tätig sein möchte die Lerndesignerin im Sinne von Rezepten, die weitergegeben werden. Denkanstöße und das gemeinsame Arbeiten stünden im Vordergrund: „Ich vermittle einen theoretischen Überbau und finde es gut, wenn im Lehrkörper das Thema Lerndesign diskutiert wird. (…) So wächst man gemeinsam an der Aufgabe.“ (Eva-Maria Dicketmüller) (S.30) 

Leadership

 Ihr Resümee über die Entwicklungsarbeit in den ersten beiden Jahren NMS fällt positiv aus: „NMS im zweiten Jahr bedeutet eine Entwicklung, die manchmal flott und manchmal holprig ist. Wir sind auf einem gemeinsamen Weg, auf dem viele eingefahrene Strukturen aufgebrochen werden und Neues eingeführt wird. Das braucht Zeit und Engagement, aber wir lassen uns darauf ein und das ist wichtig.“ (Renate Binder)

Befragt nach der größten Herausforderung im Rahmen der NMS, verweist Renate Binder auf die erlebte Notwendigkeit, die Ansprüche auf Tradition und Innovation in Einklang zu bringen. Es galt, alle neuen Anforderungen mit dem bisherigen Schulalltag in dem Bewusstsein zu verknüpfen, dass auch vorher gut gearbeitet wurde und dennoch Raum für neue Denkansätze gewährt wurde. (S.41)

Download Schulporträt Eberstalzell